22.09.2009
Referenten
Carola Wegscheider
Kurzbiographie
Mag. phil., Sozialpädagogin und Diplompädagogin. Geb. 1977 in Innsbruck; Von 2003 – 2009 bei der Auftakt-GmbH in verschiedenen Bereichen als Fachkraft der Behindertenarbeit tätig. Zuerst in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen mit intensivem Bedarf an Pflege, Betreuung und Begleitung im Alltag in vollbetreuten Wohngemeinschaften. Dann im ambulant betreuten Wohnen mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und/ oder geistiger Behinderung. Wechsel zur MA 11 in den sozialpädagogischen Bereich mit Kindern und Jugendlichen.
Inhalt:
Elemente des therapeutischen Puppenspiels in pädagogischen Bereichen
Bis jetzt wurde in der Fachliteratur zum therapeutischen Puppenspiel (Wüthrich, Gauda 1990; Gauda 2001; Wüthrich, Harter 2007; Gauda 2008, 2009) ein Fokus auf den therapeutischen Bereich gelegt. In diesem Vortrag geht es um die Relevanz des therapeutischen Puppenspiels für die Pädagogik.
Dazu wird die empirische Untersuchung, die im Rahmen einer Diplomarbeit 2008 an der Uni Wien durchgeführt wurde, vorgestellt. Es wurden 12 Interviews mit PädagogInnen verschiedener Fachrichtungen durchgeführt und es wurde folgender Forschungsfrage nachgegangen: Welche Funktionen können Figuren in der pädagogischen Arbeit haben und welche Ziele können mit Figuren in der pädagogischen Arbeit verfolgt werden?
Lydia Bosshard
Kurzbiographie
Lydia Bosshard 1945 verh. Basel/Schweiz
Dipl.Mal- Kunst- und Ausdruckstherapeutin E.Brenner u. ISIS,
Leiterin für Jeux Dramatiques, Musikgrundschul- und Theaterpädagogin,
Ausbildende
Inhaltsangabe des Vortrags
Professionelle Begleitung für Kinder und Jugendliche mit einem psychisch
kranken Elternteil:
Wege aus der Isolation - eine Prozessbewältigung durch Spiel, gestalterische
Tätigkeit, Gespräche und ausserfamiliäre Integration
Dr. Gudrun Gauda
Kurzbiographie
geb. 1951, Diplompsychologin, Diplomsupervisorin und systemische Familientherapeutin.
Neun Jahre wiss. Mitarbeiterin in einem entwicklungspsychologischen
Forschungsprojekt zur Bindungsentwicklung. Seit 1988 in Frankfurt/ Main
als Therapeutin und Supervisorin selbständig. Erste Begegnung mit dem therapeutischen Puppenspiel 1986 bei K. Wüthrich. Erste Publikationen darüber 1990 und 1992. Seit 1995 Fort- und Weiterbildungen zusammen mit HJ. Gauda im Frankfurter Institut für Gestaltung und Kommunikation. Von 1996 bis 2002 erste Vorsitzende der DGTP e.V.
Hansjürgen Gauda
Kurzbiographie
geb. 1947, freischaffender Künstler. 1991 Diplom als therapeutischer Puppenspieler in der Schweiz. Anschließend Dozententätigkeit im Schweizer Institut. Seit 1995 Fort- und Weiterbildungen zusammen mit G. Gauda im Frankfurter Institut für Gestaltung und Kommunikation. Zur Zeit zweiter Vorsitzender der DGTP e.V.
Inhakte des Workshops und der Vorträge
Einführung in das Therapeutische Puppenspiel
In diesem Workshop
- erhalten Sie eine Einführung in die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten des therapeutischen Puppenspiels (Figuren, Requisiten, Bühnen)
- erfahren Sie etwas über die Bedeutung der Figuren und Requisiten und ihrer Symbolik und
- erproben Sie die Möglichkeiten des therapeutischen Spielens in eigener Erfahrung.
Therapeutisches Puppenspiel mit Gruppen
Das therapeutische Arbeiten mit Gruppen erfordert grundsätzlich andere Herangehensweisen und Überlegungen als die therapeutische Einzelarbeit. Wie Therapeutisches Puppenspiel sinnvoll in die Arbeit mit Gruppen integriert werden kann, wird in diesem Vortrag aufgezeigt.
Märchen und Therapeutisches Puppenspiel
Märchen und therapeutisches Puppenspiel werden immer wieder in einem Atemzug genannt. Anhand von Beispielen aus der therapeutischen Praxis zeigt dieser Vortrag, sowohl die spontane Einbeziehung von Märchen durch die Kinder in ihren Spielen auf wie auch die gezielte Heranziehung von Märchen durch den Therapeuten.
Sonja Lenneke
Kurzbiographie
1990-1995 Studium der Dipl.-Sprachheilpädagogik an der Universität zu Köln
1994-1995 Mitarbeit in der Forschungsstelle (FSR) des Seminars für Sprachheilpädagogik
1995-1996 Tätigkeit in einer sprachtherapeutischen Praxis
1996-1998 berufsbegleitende Ausbildung zur therapeutischen Puppenspielerin am Institut für
Gestaltung und Kommunikation in Frankfurt
seit 1996 Tätigkeit in einem Frühförderzentrum
seit 1998 Seminartätigkeit in Therapeutischem Puppenspiel
2000-2008 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Therapeutisches Puppenspiel e.V.
2003 Nebenberufliche Weiterbildung zur Puppenspielerin in Warmsen bei Minden
2004 Premiere der ersten eigenen Figurentheaterproduktion
2005 nominiert für den Fritz-Wortelmann-Preis (Bochum)
2006 1.Preis des Rhein-Erft-Festivals mit der Figurentheaterproduktion "Bauz und Filou"
2007 Aufbaustufe Puppenspielausbildung Warmsen
2008 Arbeit im eigenen Atelier
2009 Premiere: „unterwegs" - Figurentheater zum Thema Trauer
Inhaltsangabe des Vortrags
Spiel mit Puppen in der Sprachtherapie? Selbstverständlich! Welches Medium sonst ist den (kleinen) Patienten so vertraut. Eine Puppe hilft, die Übungen humorvoller zu gestalten. Eine Puppe kann selbst zum Hilfesuchenden werden, so dass sich das Kind als Ratgeber aktiv und stark erleben kann. Bekannte Tricks im Zauberkasten der Logopädie. Mittel zum Zweck der Heilung von Sprachstörungen.
Therapeutisches Puppenspiel ist mehr - und manchmal anders.
Wenn die Puppe zum Mittel des Kindes wird, Sorgen und Ängste durch sie zum Ausdruck kommen, dann überquert die Sprachtherapeutin/der Sprachtherapeut die Brücke, die Sprach-Therapie mit Psycho-Therapie verbindet.
Sonja Lenneke stellt in ihrem Vortrag anhand anschaulicher Fallbeispiele dar, wie mit Puppen kleine und große Wunder im Therapiealltag passieren.
Auguste Reichel MAS
Kurzbiographie
- Psychotherapeutin in freier Praxis in St. Pölten
- Lehrtherapeutin für Integrative Therapie am Departement für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie an der Donau-Universität Krems
- Lehrbeauftragte für Lehrtherapie für Integrative Therapie im Rahmen des Curriculums "Psychosoziale Medizin" der NÖ. Ärztekammer
- Lehrgangsleitung und Lehrtherapeutin für Bewegungstherapie an der Donau Universität Krems, Department für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie und an der NÖ. Landesakademie, Zentrum für Psychotherapie und Psychosoziale Gesundheit
- Supervisorin (ÖVS und ÖBVP)
- Lehrgangsleitung und Lehrende für Kreativen Tanz und Bewegungsgestaltung
- Bewegungs- und tanztherapeutische Gruppen und Projekte
- Autorin
www.reichel-reichel.at
Inhalt des Workshops
Barbies Körpersprache: Über Wirkung von „Models" auf Mädchen. Integrative Bewegungstherapie, kreativer Tanz , szenische Improvisation und Reflexion
Katharina Sommer
Kurzbiographie
Dipl.Psychologin, Psychol. Psychotherapeutin.
Performances, Ausstellungen mit Objekten.
Ausbildung in Psychodrama am Moreno Institut Stuttgart,
in Integrativer Therapie (Fritz Perls Institut),
in Maskenspiel bei Laura Sheleen.
Eigene Praxis in Darmstadt,
Lehraufträge an verschiedenen Institutionen.
Buch: "Maskenspiel in Therapie und Pädagogik" Junfermann Verlag
1994.
( Buch im Moment vergriffen).
www.maskenspiel-katharinasommer.de
Inhalt des Workshops
Maskenspiel
Performance:
Maskenperformance :" Rolle rückwärts"- Zeitlebens-Lebenszeit
Mag.Isabella Gallé
Kurzbiographie
Theaterpädagogin
Dipl. Therapeutische Puppenspielerin geb. 1965 in Wien
Studium der Theaterwissenschaft und der Deutschen Philologie- Uni. Wien
Ausbildung und Diplom zur Therapeutischen Puppenspielerin- Institut für Gestaltung und Kommunikation Frankfurt/Main
seit 2007: Forschung der Anwendung des Therapeutischen Puppenspiels bei suchtkranken Jugendlichen und jungen Erwachsenen
seit 2009: 1.Vorsitz der " Deutschen Gesellschaft für Therapeutisches Puppenspiel"
Inhalt des Referates:Therapeutisches Puppenspiel mit jugendlichen Suchtpatientinnen
In diesem Vortrag geht es um die spezielle Symbolik im Figurenschöpfen und Puppenspiel mit jugendlichen Suchtpatientinnen, um das Spannungsfeld einzel-bzw.gruppentherapeutisches Setting und um markante Unterschiede zum Therapeutischen Puppenspiel mit Kindern.

