Das Therapeutische Puppenspiel
beinhaltet das Schöpfen von Figuren, das Finden eigener Geschichten, das Puppen - bzw. Figurenspiel und ermöglicht so im geschützten Raum, den Zugang zum momentanen, subjektiven inneren Erleben zu finden
Im Puppenspiel werden Lösungsmöglichkeiten für belastende Probleme erprobt und Blockaden, die den Weg zur Individuation (Selbstfindung) stören, gelöst.
Ziel ist es, durch Aktivierung der Selbstheilungskräfte eine stabile Persönlichkeit zu erreichen. Das Therapeutische Puppenspiel ist somit den humanistischen Therapie-Schulen zuzuordnen.
Durch seine Vielseitigkeit führt das Therapeutische Puppenspiel unterschiedlichste Elemente verschiedener therapeutischer Ansätze zusammen. So liegt in der analytischen Psychologie C.G. Jungs eine wichtige Wurzel zur Arbeit mit archetypischen Figuren und der Symbolsprache im Therapeutischen Puppenspiel.
Ebenso werden Techniken aus dem Psychodrama wie Rollentausch, Rollenwechsel, Doppeln, ... übernommen.
Das eigene Schöpfen von Identifikationsfiguren zählt zu den kunsttherapeutischen Ausdrucksformen.
Der Gestalttherapie ist das Finden von Lösungsansätzen im Hier und Jetzt entlehnt.
Der Einsatz des therapeutischen Puppenspiels
ist abhängig von Ausbildung und Auftrag. So wird in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Therapeutische Puppenspiel in unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern eingesetzt.
Sowohl im Gesundheitsbereich (Therapie, Prophylaxe, Reha, Geriatrie, ...) als auch im pädagogischen Kontext (Kindergarten, Schule, Theaterpädagogik, ...) wird mit Elementen des Therapeutischen Puppenspiels entweder heilbringend-therapeutisch (meist prozessorientiert) oder kreativ-pädagogisch (meist produkt- bzw. aufführungsorientiert) gearbeitet.





